Gewächshaus – Einrichtung und Zubehör

Bei der Einrichtung des Gewächshauses hat man grundsätzlich freie Wahl und kann seiner Kreativität freien Lauf lassen, allerdings haben sich einige Konzepte als besonders praxistauglich erwiesen, sodass sie an dieser Stelle hier vorgestellt werden.

Gehwege

Damit die Arbeit im Gewächshaus leicht von der Hand geht und man nicht ständig durch die Beete stapfen muss, empfiehlt sich die Anlage von Gehwegen. Als Gehwegmaterial kommt entweder Schotter, Naturstein oder auch die Verlegung von Steinplatten in Frage. Gelegentlich findet man auch ausrollbare Holzwege, ähnlich einer liegenden Hängebrücke. Als Quasi-Standard hat sich die Anlage eines breiteren Gehweges entlang der Längsachse des Gewächshauses etabliert. So lassen sich die Beete rechts und links davon bequem erreichen und man kann auch mal mit der Schubkarre direkt ins Gewächshaus fahren. Darüberhinaus bietet diese Lösung das ideale Verhältnis von Nutz- zu Gehwegfläche.

Gewächshaus-Einrichtung Gehweg_Skizze

Um zu vermeiden, dass die Gehwege ständig mit Erde verschmutzt werden (durch das Gießen oder der eigentlichen Arbeit in den Beeten), sollte man den Weg entweder etwas höher anlegen als die Beetkanten oder aber mit Randsteinen einfassen.

Rollweg aus Holz
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Beetformen

Grundbeete

Die einfachste Beetform ist das „normale“ Beet am Boden des Gewächshauses, welches direkt im natürlichen Erdreich errichtet wird. Dieses sog. „Grundbeet“ kann einfach vom Mittelgang aus bearbeitet werden und im Fall einer größeren Tiefe (also zur Außenwand des Gewächshauses) hin leicht mit vom Hauptweg abzweigenden Seitenwegen bearbeitet werden. Für diese Seitenwege eigenen sich einfache Holzlatten mit entsprechender Breite (20cm genügen häufig schon) oder flache Natursteinplatten, die als kleine Stehinseln in die Beete gelegt werden.

Bankbeete

Als Bankbeete bezeichnet man alle Beetformen, die nicht ebenerdig gelagert sind. Häufig kommen Bankbeete zum Einsatz, wenn ein Arbeiten in einer rückenverträglichen Höhe geplant ist oder Pflanzen gut sichtbar präsentiert werden sollen. Bankbeete werden meistens dann genutzt, wenn das Gewächshaus einen hochgemauerten Sockel hat und man auf der Innenseite des Gewächshauses ebenfalls eine Mauer bis auf Sockelhöhe hochzieht.

Bankbeet - Gewächshauseinrichtung

Beispiel für eine Bankbeet mit Betonmauer – Mauern aus Naturstein haben eine sehr ästhetische und einladende Austrahlung

 Gewächshaustische und -regale, Pflanztische

Zur optimalen Raumausnutzung bei der Gewächshaus-Gärtnerei braucht man verschiedene Tische und Regale. Diese erschließen zusätzliche Wachstumsebenen und eignen sich sehr gut zur Anzucht von Pflanzen, zum Abstellen von Saatkästen, als Sommerplatz für Zimmerpflanzen, als Ablageflächen und Arbeitsplatz. Ein wesentlicher Vorteil von Regalen besteht auch darin, dass in der unteren Ebene zum Beispiel Gemüse wächst, während oben Jungpflanzen herangezogen werden können. Regale und Tische sind meist auf den Gewächshaustyp abgestimmt. Beim Kauf sollte man auf gute Qualität achten, denn die Einrichtungsgegenstände sind schließlich für längere Zeit oft starker Beanspruchung ausgesetzt. Idealerweise bestehen die Tische und Regale aus verzinkten Stahlgittern mit stabilen Aluminiumrahmen. Die Stahlgitter sorgen für eine hohe Lichtdurchlässigkeit und eine gute Wärmezirkulation. Befestigt werden sie in der Regel mit Haltelaschen an den Gewächshausprofilen. Möglich sind auch einfachere Ausführungen von Hängetischen und Hängeregalen, die bei Bedarf nach unten geklappt werden können. Bedenken sollten Sie allerdings, dass diese nicht so stabil und belastbar sind. Praktisch ist ein Utensilien-Regal mit mehreren Körben zum Einhängen, die Platz für allerlei Gewächshaus- und Gartenhilfsmittel bieten. Für Arbeiten wie Ein- und Umpflanzen, Säen und Pikieren ist ein Pflanztisch unverzichtbar. Mit verschiedenen Ablageflächen versehen, können darauf Erde, Töpfe, Saat- und Pikierschalen, Samen und Setzlinge aufbewahrt oder abgestellt werden und sind so beim Arbeiten stets griffbereit.

Pflanztisch
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Rankhilfen für Tomaten, Gurken, Bohnen, Melonen …

Selbstverständlich können Tomaten, Bohnen, Gurken, Melonen und andere Rankgemüse an Spiralstäben und Stangen festgebunden werden und so hochwachsen. Komfortabler sind jedoch Ranknetze, die mit Aufhängeösen oder Clips an den oberen Gewächshausprofilen befestigt werden können. Vor allem für Gurken, Stangenbohnen und Melonen sind die Netze ideal. Diese Fruchtgemüse klammern sich an den Netzmaschen fest und wachsen so in die Höhe. Die Netze sind aus hochwertigem Polyethylen und in unterschiedlichen Größen und Stärken erhältlich. Eine andere Möglichkeit sind Rankhilfehalter aus stabilem Aluminium, welche an die Deckenprofile des Gewächshauses angeschraubt werden und anschließend Holz- oder Bambusstangen eingelegt werden können. Tomaten, Gurken und andere Rankgemüse lassen sich so mit Schnüren an beliebigen Stellen aufleiten.

Rankhilfen
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Die Bewässerung

Bei der Bewässerung im Gewächshaus gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die einfachste ist ein Wasseranschluss an der Hausaußenseite, von dem aus mit der Gießkanne oder dem Schlauch die Pflanzen im Gewächshaus gegossen werden. Sparsamer ist die Nutzung einer Regentonne. Der Anschluss dafür kann am Fallrohr der Hausdachrinne erfolgen. Bei einem größeren Gewächshaus ist es auch möglich, an diesem eine Regenrinne anzubringen, sodass die Wassertonne direkt am Gewächshaus steht. Regentonnen finden Sie in den unterschiedlichsten Ausführungen. Vom einfachen Kunststofffass bis zum mauerähnlichen Wandtank, jeweils mit verschiedenen Zu- und Ablaufsystemen. Ganz komfortabel ist die automatische Bewässerung des Gewächshauses. Dazu wird in den Beeten ein Tropfschlauch verlegt, der an einem Zuleitungsschlauch angeschlossen ist. Dieser Anschluss ist vom Wasserhahn oder einer Regentonne aus möglich. Dabei kann die Bewässerung manuell durch Auf- und Zudrehen der Zuleitung erfolgen oder vollautomatisch mit einem batteriebetriebenen Computer. Damit lassen sich Bewässerungszeitpunkt und -dauer einstellen. Ideal, wenn man öfters abwesend ist. Als Ergänzung zum Gießen von „wasserhungrigen“ Pflanzen sind Aquaringe besonders praktisch. Sie ermöglichen das gezielte Bewässern und sorgen für Wasserersparnis, da die Pflanzen seltener gegossen werden müssen.

Heizungen und Zubehör

Nutzt man das Gewächshaus ganzjährig zur Bepflanzung ist eine, zumindest teilweise, Beheizung unumgänglich. Dazu stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung: Die propangasbetriebene Gewächshausheizung oder die elektrische, bei der jedoch ein Stromanschluss im Gewächshaus erforderlich ist. Kostengünstiger ist die Gasheizung, da sie bei der Verbrennung nahezu 100 % der Energie in Wärme umwandelt. Ein Strom- oder Schornsteinanschluss ist nicht notwendig. Zur elektrischen Beheizung kann unter Gebläseheizung und Heizkanone gewählt werden. Beide verfügen über einen stufenlos einstellbaren Thermostat und Lüfterstufe, die auch auf Sommerbetrieb gestellt werden kann. In milden Gegenden oder um Heizkosten zu sparen ist eine Isolierung mit spezieller Luftpolsterfolie möglich. Diese wird innen an die Gewächshauswände angebracht.

Für Pflanzungen im zeitigen Frühjahr, in kühlen Sommernächten oder bis weit in den Herbst sind Solarwärmespeicher praktisch. Diese bestehen aus schwarzen, mit Wasser gefüllten Schläuchen, die in den Beeten verlegt werden. Am Tag erwärmt sich das Wasser auch bei spärlicher Sonneneinstrahlung, bei Nacht wird die Wärme an Erde und Luft abgegeben. Elektrische Bodenheizkabel eignen sich ebenfalls für frühe Pflanzungen und im Herbst sorgen sie für eine längere Erntezeit.

Zur Jungpflanzenanzucht sind elektrische Heizmatten bzw. –platten ideal. Unter die Aussaatschalen gelegt, geben sie eine gleichmäßige Temperatur ab, was zu guten Keimergebnissen beiträgt. Angeboten werden auch Anzuchtkästen mit eingebauter Heizung.

Hilfen zum Aussäen und Pikieren

Das Angebot an Anzuchtschalen und -kästen ist groß. So finden Sie von Torf- und Kokosfaserquelltöpfen über günstige Kunststoffkästen mit Abdeckhaube bis zum thermostatgesteuerten Spezial-Anzuchtkasten mit integriertem Wasserspeicher unzählige Möglichkeiten. Individuelle Vorlieben und Bedürfnisse helfen hier bei der Auswahl des geeigneten Produktes. Um beim Pikieren die Wurzeln der jungen Sämlinge nicht zu verletzen, empfiehlt sich ein Pikierstab. Mit ihm können die Sämlinge herausgehoben und dann in größere Töpfe oder Schalen gesetzt werden. Dazu mit dem Pikierstab ein entsprechend großes Loch vorbereiten und die Sämlinge vorsichtig einsetzen und festdrücken.

Weitere praktische Hilfen für das Gewächshaus

Selbstverständlich brauchen Sie auch im Gewächshaus Gartenwerkzeuge wie Hacke, Rechen, Spaten, kleine Handschaufel, Gartenschere u. ä; Gartenschnur, Befestigungsclips und Schere sind ebenfalls nützlich. Ein wichtiges Utensil ist das Thermometer zum Messen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Empfehlenswert sind außerdem:

Eine große Auswahl an Gewächshäusern und den dazugehörenden Einrichtungsgegenständen finden Sie in Gartencentern, Baumärkten und entsprechenden Katalogen. Vergleichen Sie Qualität und Preis sorgfältig, denn nicht immer ist billig das Preisgünstigere. Achten Sie beim Kauf auf gute Qualität, denn schließlich wollen Sie lange Freude an Ihrem Gewächshaus und der Einrichtung haben.